Freitag, 16. Februar 2018

Wirtschaftliches Risiko: krank arbeiten

Quelle: pixabay.com

Der DGB hat in einer Befragung festgestellt, dass zwei Drittel der Arbeitnehmer mindestens einmal im Jahr 2017 krank gearbeitet haben. Ungefähr die Hälfte der Beschäftigten ist sogar über eine Woche arbeitsunfähig im Dienst gewesen.

Bereits 2016 wurde hierzu eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben und die Zahlen haben sich seitdem nicht verändert. Für den Arbeitgeber bedeutet dies in zweierlei Hinsicht ein Ärgernis: Bleibt der Mitarbeiter krankheitsbedingt von der Arbeit fern, mindert dies die Produktivität des Unternehmens. Auf der anderen Seite ist aber der sog. „Präsentismus“ (Anwesenheit trotz Krankheit) laut den Ergebnissen der neuesten Studie ebenfalls nicht hilfreich, da entweder andere angesteckt würden oder aber die mangelnde Genesung zu noch längeren Ausfallzeiten führen könne.

Für Arbeitgeber ist noch ein weiteres Indiz interessant: So stehen Betriebsklima, Sorge um den Arbeitsplatz sowie Arbeitsintensität im engen Zusammenhang zum Präsentismus. Eine hohe Quote kann deshalb auch ein Zeichen dafür sein, dass die Unternehmenskultur defizitär ist. In diesem Fall ist der Präsentismus besonders gefährlich, da er sich messbar auf die Motivation der Belegschaft auswirke.

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