Montag, 18. März 2019

Equal Pay Day 2019

Quelle: pixabay.com

Heute ist wieder „Equal Pay Day“. Der veranstaltende Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. will damit auf den sog. Gender Pay Gap aufmerksam machen.

Dabei wird nach Zahlen des Statistischen Bundesamts mit einer Lohnlücke zwischen den Geschlechtern von 21 % argumentiert. Dieser sog. unbereinigte Gender Pay Gap beschreibt den durchschnittlichen Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen. So verdienten Frauen im Jahr 2018 durchschnittlich 17,09 Euro brutto je Stunde, Männer kamen dagegen auf 21,60 Euro. 

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) macht darauf aufmerksam, dass Löhne sich aus vielen Gründen unterscheiden: Die Branche spielt eine große Rolle, die Größe des Unternehmens und ob eine lange oder kurze Berufserfahrung vorliegt. Eine ideale Berechnung würde deshalb ausschließlich den Lohn von gleich qualifizierten Männern und Frauen vergleichen, die unter exakt gleichen Bedingungen arbeiten. Doch solche Daten gibt es nicht. Das IW nutzt deshalb wie viele andere Institute auch für diese Berechnungen das Sozio-oekonomische Panel (SOEP), das auf einer repräsentativen Befragung beruht und bereits eine Vielzahl von Kriterien umfasst.

Das Ergebnis ist der "bereinigte Gender Pay Gap". Der verbleibende Verdienstunterschied von 3,8 %, der sich mit all diesen Faktoren nicht erklären lässt, kann nicht mit Diskriminierung gleichgesetzt werden: In der Berechnung fehlen immer noch viele Faktoren, die einen Einfluss auf die Lohnhöhe haben können. So unterscheiden sich bspw. Frauen und Männer auch in ihren Verhandlungsstrategien und Risikoeinstellungen – um den Einfluss solcher Faktoren für den Lohnunterschied zu messen, fehlen bisher jedoch geeignete Daten.

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