Workshop

Trennungsmanagement und Verdachtskündigung aus juristischer und neuropsychologischer Perspektive
Donnerstag, 9. November 2017

Referenten

Katja Hinz
Rechtsanwältin/Fachanwältin für Arbeitsrecht
BEITEN BURKHARDT Rechtsanwaltsges. mbH, Berlin

Anne Haker
Diplom-Psychologin,
HRpepper GmbH & Co. KGaA, Berlin

Trennungsprozesse sind für jeden Personalverantwortlichen eine Herausforderung . Dies gilt besonders bei Kündigungen wegen des Verdachts schwerwiegender Pflichtverletzungen oder gar Straftaten im Arbeitsverhältnis. Das Arbeitsrecht und die hierzu ergangene Rechtsprechung stellen hohe Anforderungen an die Wirksamkeit einer solchen Verdachtskündigung; die bei Ausspruch einer außerordentlichen Verdachtskündigung zu beachtende 2-Wochenfrist erhöht den Druck auf die Personalverantwortlichen noch zusätzlich. In dieser Situation treten unterschiedliche Interessenkonflikte und Fragen auf, die noch zusätzlich zu den strengen rechtlichen Anforderungen bedacht werden wollen:

  • Wie klären wir den Sachverhalt und respektieren dabei die Würde des verdächtigten Mitarbeiters?
  • Wie erreichen wir eine kooperative Haltung des verdächtigen Mitarbeiters?
  • Wie können wir die Interessen von möglichen Opfern einer Pflichtverletzung/Straftat im Rahmen der Sachverhaltsermittlung am besten schützen?
  • Was und wie kommunizieren wir gegenüber wem und vor allem wann?
  • Gibt es möglicherweise Widersprüche zwischen dem, was das Arbeitsrecht bei der Durchführung einer Verdachtskündigung erfordert und dem was aus neurophysiologischer Perspektive in derartigen Fällen angezeigt wäre?
  • Was ist der richtige Umgang in dem verbleibenden Team mit den oftmals verunsichernden Folgen einer schwierigen Trennung?
  • Wie ist mit dem Abfall von Performance und Motivation im verbleibenden Team nach einem Trennungsprozess umzugehen?
  • Welche arbeitsrechtlichen Instrumente stehen für den Umgang mit Leistungs- und Motivationsdefiziten von Mitarbeitern zur Verfügung und welche Aspekte sind hierbei aus neuropsychologischer Sicht zu beachten?

Katja Hinz und Anne Haker kombinieren in ihrem Workshop neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit arbeitsrechtlich notwendigen Schritten bei der Vorbereitung und Durchführung von schwierigen Trennungsprozessen sowie dem Umgang mit dem verbleibenden Team nach einem solchen Prozess. Es werden zudem Handlungsoptionen und Konzepte mit den Teilnehmern erarbeitet, die den teilnehmenden Personalverantwortlichen zu mehr Sicherheit und Führungsstärke bei zukünftigen Trennungsprozessen verhelfen sollen. Der Workshop setzt sich aus drei Teilen zusammen:

 

Teil I: Der Trennungsprozess: Aktuelle rechtliche Anforderungen an die Verdachtskündigung und erforderliche Korrekturen aus neurophysiologischer Perspektive

Teil II: Der Umgang mit dem verbleibenden Team im und nach dem Trennungsprozess

Teil III: HR lessons learned - Maßnahmen für mehr Sicherheit und Führungsstärke Trennungsprozessen

 

Workshop: Donnerstag, 9. November 2015, 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

299,- Euro zzgl. USt. für AuA-Abonnenten
449,- Euro zzgl. USt. für Nichtabonnenten

inklusive Mittagessen und Pausenbewirtung

Zertifikat: Nach Abschluss derVeranstaltung erhalten die Teilnehmer eine Fortbildungsbescheinigung.

 

(Bildnachweis: © Kzenon/Fotolia

)