Montag, 15. Januar 2018

Studium und Ausbildung im Einkommensvergleich

Quelle: pixabay.com

Je höher der Bildungsabschluss, desto höher das Einkommen. Diese simple Rechnung stimmt nicht immer. In diversen akademischen Berufen gibt es weniger Lohn als in anderen nach betrieblicher Ausbildung.

Das Portal gehalt.de hat Gehaltsdaten der letzten zwölf Monate analysiert. Die Auswertung zeigt, dass sowohl nach bestimmten Studiengängen als auch nach gewissen Ausbildungen hohe Einstiegsgehälter erzielt werden können. Betriebs- und Volkswirte erhalten als Fondsmanager mit durchschnittlich 64.830 Euro das höchste Gehalt direkt nach dem Studium. Rechtsanwälte liegen bei 55.286 Euro im Jahr. Arbeitnehmer in der Vertriebssteuerung können nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung mit einem durchschnittlichen Einstiegslohn von 43.347 Euro rechnen. IT-Projektleitern winkt ein jährlicher Verdienst von etwa 46.000 Euro. Akademiker können als Verkäufer im Außendienst einen hohen Lohn erzielen, da sie bei abgeschlossenen Deals neben dem Fixgehalt oft auch Prämien zusätzlich erhalten. Laut Studie erhalten Außendienstmitarbeiter nach der Uni durchschnittlich 57.945 Euro im Jahr. Risk-Manager schätzen unternehmerische Risiken ein und beurteilen Investitionen, bevor sie vollzogen werden. Die große Verantwortung, die sie tragen, wirkt sich auch auf das Gehalt aus. Absolventen können mit einem Einstiegsgehalt von 57.378 Euro im Jahr rechnen.

Viele Akademiker starten ins Berufsleben mit Gehältern jenseits der 40.000 Euro. Für einige ist jedoch bereits die 30.000-Euro-Grenze fast unerreichbar. Studierte Berufseinsteiger an der Rezeption beziehen mit durchschnittlich 26.393 Euro den geringsten Lohn. Bevor Uniabsolventen mit dem Fach Hotelmanagement den Hotelbetrieb in leitender Funktion steuern können, durchlaufen sie im Haus unterschiedliche Bereiche. Junge Akademiker, die nach dem Studium nicht gleich eine Arbeitsstelle finden und nicht auf die Leistungen des Staates angewiesen sein wollen, versuchen es in Call Centern. Das Einstiegsgehalt beträgt dort durchschnittlich 27.050 Euro im Jahr. Logopäden, die in der Sprachheilkunde arbeiten, rangieren ebenfalls auf den hinteren Plätzen. Durchschnittlich verdienen sie in den ersten Jahren 27.673 Euro im Jahr.

Im Key Account-Management winken nach der Ausbildung die besten Jobs. Das durchschnittliche Gehalt beträgt 49.532 Euro. Key Account-Manager betreuen wichtige Kunden eines Unternehmens als Berater, Dienstleister und Verhandlungspartner. Sie tragen eine große Verantwortung und werden gut entlohnt. Weiterbildungen oder auch ein Bachelorstudium ermöglichen es Key Account- und Vertriebsmanagern, ihre Ausbildung zu ergänzen. Die Chancen auf eine Gehalterhöhung nehmen damit zu. Das Aktiv- und Passivgeschäft im Bankenwesen folgt an dritter Stelle. Nach der Ausbildung winken Einstiegsgehälter von durchschnittlich 42.947 Euro im Jahr.
Weniger gut bezahlte Berufe finden sich im Dienstleistungsgewerbe wieder. Schlusslicht im Gehaltsvergleich bildet die Friseur-Lehre. Im Schnitt gibt es hier beim Berufseinstieg lediglich 20.000 Euro brutto im Jahr. Etwas mehr verdienen Zahnarzthelfer, die auf ein Jahresgehalt von durchschnittlich 22.160 Euro kommen.

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