Donnerstag, 27. Juli 2017

Schüler zieht es in den Öffentlichen Dienst

Quelle: pixabay.com

Nach erfolgreich abgeschlossenem Schulabschluss möchte rund ein Viertel der deutschen Schüler im Staatsdienst arbeiten. Der Öffentliche Dienst ist somit erstmals bei Absolventen beliebter für den Berufseinstieg als die Automobilindustrie. Die Polizei bleibt der begehrteste Arbeitgeber unter den Jugendlichen. Zu diesem Ergebnis kam der trendence Schülerbarometer 2017, die größte repräsentative Karrierestudie unter Schülern in Deutschland mit über 20.000 Teilnehmern.

Unter den Top drei Wunscharbeitgebern sind mit Polizei und Bundeswehr, die den dritten Rang belegt, gleich zwei Kandidaten des Öffentlichen Dienstes vertreten. Adidas belegt als beliebtester Arbeitgeber der Privatwirtschaft Rang zwei. Die Automobilindustrie verliert im Vergleich zu den Vorjahren deutlich an Attraktivität bei den Bewerbern: Insbesondere BMW und Porsche müssen Verluste hinnehmen. Rund ein Viertel verliert der bayerische Autokonzern und fällt von Rang drei auf vier. Die Zuffenhausener trifft es noch härter. Mit einem Verlust von einem Fünftel fallen sie von Rang fünf auf sieben.

Wunschbranche Nummer drei bei den Oberschulabsolventen ist der Handel, knapp gefolgt von der Konsumgüterindustrie. Der beliebteste Wunscharbeitgeber in dieser Kategorie ist Ikea. Das schwedische Möbelhaus überholte dieses Jahr das Textilunternehmen H&M. Der Vorjahres-Branchenprimus teilt sich den zweiten Rang mit der Drogeriemarktkette dm. Beliebtester Arbeitgeber im Lebensmitteleinzelhandel ist erstmals Lidl, dicht gefolgt vom Vorjahressieger Aldi Süd. Nur 9 % der Befragten wünschen sich einen Berufseinstieg in der Logistik- und Tourismusbranche.
Unter den Schülern ist die Unsicherheit im Vergleich zum Vorjahr um 10 % gestiegen. Jeder Dritte der Studienteilnehmer wusste noch nicht, was er nach dem Schulabschluss machen will. Die Betroffenen sehnen sich nach Orientierung und Unterstützung bei der Berufswahl, erklärten die Studieninitiatoren.

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