Donnerstag, 3. März 2016

Gesundheitsmanagement: Geringer Aufwand, hoher Ertrag

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Die Ausgaben deutscher Unternehmen für Prävention und Gesundheitsschutz stiegen von rund 700 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 935 Millionen in den letzten Jahren. Die Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigen eindrucksvoll den Stellenwert des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Hierzulande kämpfen Arbeitgeber zunehmend mit einer alternden Belegschaft, die es fit zu halten gilt. Das IW stellte nun in einer Umfrage fest, dass das intensive Bemühen um die Gesundheit der Belegschaft bei den meisten Betrieben eine Selbstverständlichkeit ist. Das koste zwar Geld, sei aber eine unter dem Strich rentable Investition. Denn gesunde Mitarbeiter sparen wiederum Kosten ein und erhöhen die Produktivität.

Im Rahmen des IW-Personalpanels fand man heraus, dass

  • 58 % der Unternehmen Arbeitsabläufe i. S. d. Gesundheitsmanagements verbessern,
  • 57 % Arbeitsplatzgestaltung nach ergonomischen Kriterien anbieten,
  • knapp ein Drittel Schulungs- und Beratungsangebote parat haben,
  • ein Viertel mit Gesundheitsprogrammen aufwarten,
  • 13 %  Führungskräfteschulungen für einen gesundheitsgerechten Führungsstil durchführen und
  • jeder zehnte Arbeitgeber psychosoziale Beratung anbietet.

Und noch etwas wird deutlich: Desto größer das Unternehmen, desto mehr Engagement gibt es in der Führungsetage. So informieren 43 % aller Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern die Belegschaft regelmäßig über Vorhaben im Gesundheitsmanagement, bei mehr als 250 Mitarbeitern steigt der Wert auf 76 %. Zudem haben gerade einmal 12 % der Firmen mit bis zu 49 Mitarbeitern das Gesundheitsmanagement schriftlich in den Unternehmensrichtlinien festgelegt, 31 % sind es bei mehr als 250 Angestellten.