Mittwoch, 18. Mai 2016

Erste ISO-Normen zum Personalmanagement kurz vor dem Abschluss

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In diesem Jahr wird die International Organization for Standardization (ISO) erstmals eine Reihe von Normen veröffentlichen, die professionelles Personalmanagement weltweit fördern sollen.

2010 startete ISO auf Antrag US-amerikanischer Stakeholder eine Initiative, um Standards für Personalmanagement-Prozesse zu entwickeln. Die Arbeiten erfolgen im Arbeitskreis (Technical Committee) TC 260 der ISO. Die ersten Normen zu „Terminology“, „Human Governance“, „Workforce Planning“ und „Recruitment“ stehen inzwischen kurz vor Veröffentlichung. Aus Deutschland hat der DIN-Normenausschuss Dienstleistungen die Arbeiten an den Normen begleitet. Im dazugehörigen Arbeitsausschuss „Personalmanagement“ sind Personalexperten aus Unternehmen, Hochschulen, von Verbänden, Gewerkschaften und von der öffentlichen Hand vertreten.

Ziel der Normen ist es, Personalpraktikern Hilfestellung bei Prozessen des Personalmanagements zu geben. Zu Beginn der Arbeiten wurden zunächst die Weichen für die internationale Zusammenarbeit gestellt und Grundsatzfragen erörtert. Zusätzlich hat man einige erste Norm-Projekte von grundsätzlicher Bedeutung für die Zusammenarbeit gestartet, z. B. die Norm zur Terminologie des Personalmanagements. Denn es bestand von Anfang an Einigkeit darüber, dass das möglichst einheitliche Verständnis der genutzten Begriffe eine wichtige Grundlage der internationalen Arbeit selbst sein würde. Im Folgenden begann die Arbeit an konkreten Fachthemen.

Die erste Norm, die im TC 260 im November 2015 verabschiedet wurde, ist die Internationale Norm ISO 30400 „Terminology“. Sie soll in Kürze veröffentlicht werden. Auch nach der Veröffentlichung wird diese Arbeit nicht beendet sein, da die Terminologie mit jeder neuen Einzelnorm ergänzt und erweitert sowie ggf. auch verändert werden wird.