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In einem viel beachteten Urteil hat das BAG jüngst entschieden, dass ein „Zufallsfund“ aus einer verdeckten Videoüberwachung unter gewissen Umständen im Kündigungsschutzprozess durch den Arbeitgeber verwertet werden darf.

In einer Familie wird täglich Talentmanagement betrieben. Nur heißt es hier Fürsorge. Statt künstlicher Prozesse nutzen die Beteiligten den gesunden Menschenverstand. Gefördert wird jeder in seinen Stärken. Schwächen akzeptiert man. Zudem schützen sich die Mitglieder vor negativen Einflüssen. Das macht eine „ideale Familie“ aus. Ist das auf Unternehmen übertragbar?

Change – also Veränderung – nervt viele Menschen, weil sie sich nach Stabilität sehnen. Denn diese vermittelt ihnen das Gefühl von Sicherheit. In der von Veränderung geprägten Welt können die Unternehmen ihren Mitarbeitern die gewünschte Stabilität aber oft nicht bieten. Also braucht die Beziehung Arbeitgeber-Arbeitnehmer ein neues Fundament.

Lernen ist immer ein Spiegel der Gesellschaft. Die Lernbedarfe leiten sich aus den wirtschaftlichen Anforderungen und den Nutzungsgewohnheiten der Lerner ab. Personalverantwortliche sollten auch die bisherigen und prognostizierten zukünftigen Entwicklungen im E-Learning einschätzen können.

Durch ihr verbraucherähnliches Verhalten beeinflussen Bewerber heute indirekt die Effektivität der Recruiting-Strategie. Das Image, das ein Unternehmen als Arbeitgeber pflegt, die „Arbeitgebermarke“, ist in Kombination mit den individuellen Erfahrungen eines Kandidaten bei der Bewerbung auf eine Stelle – die „Candidate Experience“ – wichtiger als je zuvor.

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Strategieberatungen und Banken prophezeien, dass das Verschlafen der Digitalisierung zwangsläufig zu einer Verdrängung vom Markt führen wird. Es heißt also, das Thema ernst zu nehmen. Auch HR muss hier Lösungen anbieten. Die Arbeitszeit spielt dabei eine der Schlüsselrollen.

Während bei ortsabhängigen Leistungen (wie Kantine, Facility-Management, etc.) ein „traditionelles“ Outsourcing nach wie vor Standard ist – hierbei allerdings auch mehr und mehr globale Strukturen vorzufinden sind –, ist bei ortsungebundenen Leistungen (Accounting Services, Personaladministration) meist ein konzerninternes Outsourcing ins Ausland (Offshoring) die Regel – und die Arbeit in (globalen) Matrixstrukturen.

Drastisch verändern sich derzeit die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt. Unerwartete Forderungen nach Selbstbestimmung und einem Job, der zum Leben passen soll, werden laut.

„Digitale Nomaden“ ist das Stichwort: Gerade in Start-ups lassen sich Mitarbeiter ungern in ihren Möglichkeiten beschränken und fordern die freie Wahl von Ort und Zeit der Tätigkeit selbstverständlich ein. Morgens wellenreiten, nachmittags programmieren am Strand – so sieht der berufliche Alltag für Arbeitnehmer in vielen jungen Unternehmen immer häufiger aus.

Personalbeschaffung in Deutschland ist eine Herausforderung, die bereits vor Jahren von Wirtschaft und Politik erkannt wurde, nunmehr jedoch ein Problem darstellt, das wenige Antworten auf alle Fragen rund um die Globalisierung, den technologischen Fortschritt und den dadurch beschleunigten Strukturwandel der deutschen Wirtschaft bereithält.

Die ökonomische Verhaltensforschung war lange Zeit allenfalls ein Nebengebiet der Wirtschaftswissenschaften, eine Spielwiese für Sonderlinge. Doch sie hat in den letzten Jahren erheblich
an Popularität gewonnen. Ihre Bedeutung wird von renommierten Wissenschaftlern nicht mehr angezweifelt. Welche Erkenntnisse ergeben sich für das Personal- und Vergütungsmanagement?

Praktika sind beliebt, um Interessierten Einblicke in die Unternehmenspraxis zu geben und Arbeitgebern die Möglichkeit zu eröffnen, potenzielle Mitarbeiter kennenzulernen. Dieses attraktive Modell unterliegt jedoch zahlreichen rechtlichen Beschränkungen, nicht zuletzt im Hinblick auf Mindestlohn und Flüchtlingskrise, mit denen man sich rechtzeitig vertraut machen sollte.